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Deutscher StiftungsTag 2016 mit Auma Obama

24.05.2016

Die Stifterin der Sauti Kuu Foundation war Gast auf Europas größter Stiftungskongress, der vom 11. bis 13. Mai 2016 in Leipzig stattfand.

Rund 1.600 Stifterinnen und Stifter, Geschäftsführer und Stiftungsmitarbeiter sowie Multiplikatoren kamen auf Einladung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zusammen, um auf über 100 Einzelveranstaltungen zu lernen, sich auszutauschen und miteinander zu vernetzen.

Unter dem Titel "Kann die Zukunft der Welt über einen Vertrag geregelt werden?" debattierten Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Auma Obama über den Weltzukunftsvertrag 2030. Im September 2015 hatte das Gipfeltreffen der Vereinten Nationen die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" mit 17 Entwicklungszielen beschlossen. Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus für die Zusammenarbeit von staatlichen Institutionen und Stiftungen?

Auma Obama plädierte für eine neue Form des Umgangs zwischen Nord und Süd: "Es darf nicht nur um Hilfe gehen. Es geht um Zusammenarbeit." Wer von Fair Trade spreche, streue den Menschen womöglich Sand in die Augen: "Kapitalismus ist nicht fair. Wir verlangen Equity, nicht Equality, dass wir die gleichen Chancen haben, in diesem wirtschaftlichen System mitwirken zu dürfen."

Es komme darauf an, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Auma Obama: "Es geht darum, dass Menschen aus der Position der Armut wegkommen, dass sie Eigenverantwortung übernehmen für ihr Leben und dass sie im Dialog mit uns reden, was gemacht werden kann, damit ihr Leben besser wird. Unsere Aufgabe als Stiftung ist, diesen Menschen zu zeigen, was sie für ein Potenzial haben, was sie mit diesem Potenzial machen können und wie sie das machen können. Es ist alles schön und gut zu sagen, was nicht funktioniert, was nicht stimmt. Es geht aber um die Frage: Wie will man das ändern?"



Auma Obama im Interview mit StifterTV auf dem Deutschen StiftungsTag 2016

Veranstaltung
Deutscher StiftungsTag 2016 mit Auma Obama