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Jury: Deutscher Medienpreis

14.08.2013

Der Deutsche Medienpreis Entwicklungspolitik würdigt Journalistinnen und Journalisten für herausragende Arbeiten zu den Themen Menschenrechte und Entwicklung. Er wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Kooperation mit der Deutschen Welle vergeben.

Auma Obama gehörte zur Jury.

Warum sind Sie Jurymitglied des Medienpreises geworden?

"Ich bin Jurymitglied geworden, weil ich, dass wofür der Deutsche Medienpreis verliehen wird für sehr wichtig halte. Es geht hierbei um die Anerkennung herausragender journalistischer Arbeiten im Bereich der Entwicklungspolitik. Im Konkreten geht es um Arbeit in den Themenbereichen Menschenrechte und Entwicklung. Bei meiner Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen sind diese beiden Themen von höchster Bedeutung."

Welche Einblicke können uns einheimische Journalisten auf ihr Land im Vergleich zu ausländischen Journalisten geben?

"Die einheimische Journalisten geben uns die Innensicht auf die Dinge. In Zusammenarbeit mit ihnen kann ein aufgerundeteres Bild von den Geschehnisse vor Ort gewonnen werden, die den Leser, Zuhörer und Zuschauer besser informiert."

Neben den grundlegenden Persönlichkeitsrechten, gibt es ein Menschenrecht, dass Ihrer Erfahrung nach besonders wichtig ist, damit sich eine Gesellschaft entwickeln kann?

"Das wichtigeste Menschenrecht überhaupt ist für mich das Recht auf eine Stimme, eine Stimme, die auch gehört und berücksichtigt wird. Eine starke eigene Position in der Gesellschaft einnehmen zu können um Geschehnisse zu beeinflusst, kann nur dann möglich sein, wenn man von seine Stimme gebrauch macht bzw. machen darf, und zu Wort kommt. Es geht hier um Meinungsfreiheit, um die Möglichkeit sich äussern zu können was in vielen Ländern nicht eine Selbstverständlichkeit ist. Deswegen ist ein Hauptfokus unsere Arbeit bei Sauti Kuu - Kiswahili fuer 'Starke Stimmen' sozial benachteiligte Kinder und Jugendlichen zu verhelfen eine eigene Stimme zu finden und davon gebrauch zu machen, damit sie die Geschehnisse in ihrem Leben mitbeeinflussen können."

Sie kennen Journalisten in Deutschland und in Kenia, wissen wie sie arbeiten und wie die Medienlandschaft funktioniert. Was können Sie etwas voneinander lernen?

"Das erste was die Journalisten, nicht nur in Kenia und Deutschland sondern weltweit voneinander lernen können, wenn sie es nicht schon tun, ist das engere Miteinanderarbeiten. Sie sollen immer vor Auge halten, dass die Geschicht bzw. die Information, die sie zu vermitteln haben, immer wichtiger ist als sie selbst. Ich finde es nicht okay wenn Journalisten einen Celebritystatus bekommen. Die Gefahr besteht dann das es mehr um die Person als um die Sache geht, was den Menschen, die auf sie angewiesen sind informiert zu werden nicht dient."

Veranstaltung
Jury: Deutscher Medienpreis