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Rauschendes Fest für die Menschlichkeit

11.10.2014

Die Schwester von US-Präsident Barack Obama, Auma Obama, stattete dem Jubiläums-Fest der "pro mente OÖ" in Linz einen Besuch ab.





Drei Fragen an Auma Obama
 

Kenianische Germanistin, Soziologin, Journalistin und Autorin. Sie ist die ältere Halbschwester des US-Präsidenten Barack Obama.
 

1 Wie lassen sich psychisch beeinträchtigte Menschen in die Gesellschaft eingliedern?

Es ist normal, psychisch beeinträchtigt zu sein. Das passiert jedem im Lauf seines Lebens. Der Mensch ist nicht perfekt. Jeder kann fallen und stolpern. Alle Menschen sollten deshalb in der Gesellschaft automatisch mit dabei sein, niemand ausgegrenzt werden. Wir sollten nicht so reden, als ginge es um andere.
 

2 Was hilft uns, mit psychischen Krisen besser fertig zu werden?

Freundschaften, Familie und Gemeinschaft sind die wichtigsten Zutaten. In dieser Reihenfolge. Freunde sind Menschen, die wir uns aussuchen und die zu uns passen. Unsere Familie können wir uns nicht aussuchen – manchmal ist sie auch problematisch. Und man wird sie nicht los. Die Gemeinschaft bildet ein soziales Schutznetz.
 

3 Sie arbeiten vor allem mit Kindern. Was ist bei der Erziehung zu beachten?

Wir sollten Kinder nicht so erziehen, dass sie das Gefühl haben, sie seien das Wichtigste auf der Welt. Sie müssen auch lernen, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Jeder ist als Individuum wichtig – aber auch die anderen sind das. Es hilft oft auch nicht, immer die Ursachen für Probleme in der Vergangenheit zu suchen. Bedeutender ist das Heute und das Morgen.

 

Veranstaltung
Rauschendes Fest für die Menschlichkeit

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